Das Abenteuer 'Frankreich' neigt sich dem Ende

21Mai2015

Die Fahrt von Lyon nach Lorraine zurück habe ich schon gut eineinhalb Wochen hinter mir. Aber wie ihr wisst, ist das mit dem Internet hier so eine Sache, sonst hätte ich früher geschrieben.
Die Zeit in Lyon war mal wieder schön, aber trotzdem zieht es mich so langsam nach Hause. Jedoch noch nicht ganz. Wenn ich dann schon eine weite Strecke zurücklege, kann ich auch bei meiner Freundin in Niedersachsen Halt machen, um Pfingsten mit ihr zu verbringen. Anschließend führt mich der Weg aber endgültig nach Hause. Dann stehen die Bewerbungen für das Studium an, viele Geburtstage und MEIN BETT wartet auf mich.
Das Auto ist nun wieder startklar, fährt sich jetzt wie ein Neuwagen ;). Gott sei Dank konnte ich auf all meine Mitmenschen zählen, sonst wären viele Probleme nicht so schnell, einfach und kostengünstig gelöst worden. Ein riesiges DANKE dafür. Auch ein Dank an alle, die mich seelisch und moralisch unterstützt haben, an mich geglaubt haben als ich Zweifel hatte und sich nun mit mir freuen, dass ich es doch irgendwie, teils jedenfalls, geschafft habe, meinen Traum zu erfüllen. Es hat nicht immer alles so geklappt wie vorgesehen, aber wer kann von sich schon behaupten als Fahranfänger mit dem Auto nach Frankreich gefahren zu sein? 
Eigentlich war mir bereits vor der Reise klar, dass es Haken geben muss und es definitiv Probleme geben wird. Aber ich glaube, hätte ich noch mehr darüber nachgedacht, hätte ich vielleicht zu viele Zweifel gehabt und wäre nie gefahren. Von den Franzosen habe ich gelernt: Erstmal machen, danach sieht man ja, was schief geht. Das sollte man vielleicht auch nur in Maßen umsetzen, aber trotzdem ist da etwas dran. Man kann einfach nicht alles planen.
Morgen Abend geht es los: zurück nach Deutschland, in die Heimat.

Mission: Umparken

06Mai2015

Mit dem Abonnement war das leider doch nicht so leicht. Da ich hier nicht wohne, musste ich mein Auto woanders parken, was sich als kompliziert herausstellte, da es erstens kaum Parkplätze gibt und zweitens ganz Lyon irgendwie nur aus Einbahnstraßen besteht. Verwirrend.
Als ich auf dem Weg in die WG war, erblickte ich einen freien Platz direkt vor der Haustür, also sprintete ich nach oben, um Clélias Bruder zu holen (Clélia war gerade nicht da), der mir mit Rat und Tat beistehen musste. Reintheoretisch waren die zwei Parkplätze nur 100 Meter voneinander entfernt. Dank der Einbahnstraßen bin ich kilometerweit gefahren, in der Hoffnung, dass der Platz immer noch frei ist. Gott sei Dank stand das Glück auf meiner Seite. Ich war noch nie so glücklich einen Parkplatz gefunden zu haben. Nun steht er da. Kostenlos. Traumhaft. Ich bin zufrieden.

Bald hat das Warten ein Ende

03Mai2015

Endlich haben wir Sonntag. Was sagt uns das? Genau, Clélia und Maxence kommen nach Hause.
Für mich sahen die letzten zwei Tage recht eintönig aus, da ich andauernd die Parkuhr bedienen musste. Alle 3 Stunden, um genau zu sein. Da gestern das Rathaus geschlossen war, kann ich erst morgen früh dorthin, um ein Abonnement zu kaufen. Ich dachte, dass es in Berlin schwierig ist einen Parkplatz zu finden. Aber nun nehme ich alles zurück. Wenn die Franzosen könnten, würden sie die Autos hier in Lyon auch übereinander stapeln. Sie parken die Bürgersteige komplett zu, sie stehen so dicht hintereinander, dass ich mich frage wie sie dort wieder herauskommen wollen und um es kurz zu machen, sie parken überall, wo es nur den Anschein hat, dass da ein Auto hinpassen könnte. Kein Wunder, dass die Autos hier so aussehen :D. Zwischen all den demolierten Wagen, sieht mein Auto aus, als würde er frisch aus der Fabrik kommen :D
Fakt ist, dass ich das Auto nicht wegbewege bis ich auch zurückfahre, sonst finde ich nie wieder einen Parkplatz.
Naja, um auf die unspektakulären Tage zurückzukommen, muss ich sagen, dass Iloha das Warten wieder wett macht. (siehe Foto) Kaum lege ich mich hin werde ich schon überfallen. Davon kann sich mein Hund mal eine Scheibe abschneiden.
Ich habe heute die Freundin von Jean-Manuel etwas genauer kennengelernt. Wir haben uns zusammen Pizza gekauft, Gott wie lange hab ich keine Pizza mehr gegessen, wobei wir viel Zeit hatten zum Quatschen. Die Pizza ließ nämlich etwas auf sich warten. Geschmeckt hat's trotzdem.
Eigentlich wollte ich ja noch weiter nach Südfrankreich fahren, doch leider macht mir das Auto einen Strich durch die Rechnung. Vorerst muss es repariert werden. Danach lohnt es sich aber nicht noch einmal zurückzufahren. Eines Tages werde ich aber nach Südfrankreich fahren. Das habe ich mir vorgenommen.
Einerseits könnte man sagen ich habe mein Ziel nicht erreicht, dass ich ein Jahr in Frankreich war. Stimmt auch einerseits. Aber ich glaube, dass ich mir das Entdecken Frankreichs schon längst zur Lebensaufgabe gemacht habe. Mein 'Auslandsjahr' mag bald vorüber sein, aber das Ziel bleibt.
Auch wenn die Zeit enorm kurz war, die ich hier verbracht habe, habe ich trotzdem so vieles gelernt. Und diese Erfahrungen kann mir niemand mehr nehmen, denn dies waren Erfahrungen für's Leben.

Angekommen!

01Mai2015

Ein langer Tag neigt sich dem Ende. Heute aber nicht im Lorraine sondern in Lyon.
Ich habe die Fahrt recht gut überstanden, bis auf einige Kleinigkeiten. Das Öl meines Autos hat sich verselbstständigt, weshalb ich das nachfüllen musste. Das hat aber bestens geklappt. Beim Mautbezahlen ist auch alles gut gelaufen, wobei ich im letzten Moment noch zum richtigen Schalter wechseln musste. Das Einzige, was wirklich anstrengend war, waren die 3 Kilometer in Lyon. Ich hab noch nie solch lange 3 Kilometer erlebt. Chaos pur, Stau sowieso und das Gehupe kennt man ja eh aus Frankreich. Gott sei Dank habe ich gleich einen Parkplatz gefunden, den ich aber auch bezahlen muss. Naja, es kann ja nicht alles Gute auf einmal beisammen sein.
Clélia kommt am Sonntag in die WG und dann gibt es bestimmt wieder seeeeeeeeeeeeehr viel zu erzählen. Bis dahin hält mich Iloha, Clélias Hund, auf Trapp.

Aufgeregt !

30April2015

Es regnet und regnet und regnet. Welch' super Vorraussetzung, um knapp 500 km nach Lyon zu fahren. Aber was tut man nicht alles, um Clélia Massen an Toffifee vorbeizubringen.
Eigentlich wäre ich schon längst unterwegs gewesen, jedoch hat das Auto merkwürdige Geräusche gemacht. Der Querlenker war kaputt, ist nun aber schon wieder repariert. Also nichts wie los!
Es ist sicher, dass das morgen spannend wird. Schon allein die Maut zu bezahlen wird spannend.
So, ich wollte euch nur auf dem Laufenden halten. Ich schreibe noch einmal, wenn ich in Lyon angekommen bin.

Hin- und hergerissen

15April2015

Nun habe ich mal wieder Wochenende, nur wird sich dieses Wochenende etwas länger ausdehnen. Ob das positiv ist oder negativ, weiß ich selbst noch nicht genau.
In den letzten Wochen wurde die Atmosphäre etwas angespannt zwischen der Chefin und mir. Auf Dauer hab ich es nicht ausgehalten. Ich werde hier öffentlich nicht genauer ins Detail gehen, aber wer das etwas genauer wissen möchte, kann mich gerne fragen.
Ich hatte eigentlich, meiner Meinung nach, viel dazu gelernt. Ich kenne viele Gerichte, also all auf der Karte, ich bekomme endlich ohne Probleme die Weinflaschen auf :D, ich bin in der Lage mich mit den Gästen zu unterhalten, Getränkewünsche anzunehmen und was sonst noch so dazu gehört.
Das hat aber nicht gereicht und somit bin ich schon wieder auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Aber ich habe noch eine Anlaufstelle, bei der ich mich heute noch bewerben werde. Außerdem wollte ich auch noch einmal zu Clélia fahren. Falls das nicht klappt geht es wahrscheinlich schon nach Hause. Aber es wird dort nicht Trübsal geblasen, sondern dann würde ich an Französischkursen teilnehmen, um mich für die Aufnahmeprüfung für das Studium vorzubereiten. Irgendwie muss das doch zu schaffen sein.
In den letzten Tagen hatte ich übrigens Besuch aus Blumberg. Der Max war hier und wir haben uns die Städte Metz und Nancy einmal näher angesehen. Man hört immer von Metz, aber da war man irgendwie noch nie. Coralie war in Metz auch dabei und hatte für uns sogar eine kleine Stadtführung vorbereitet. Sie hatte sich bei ihrer Tante informiert, die dort in Metz wohnt. Es gibt sowohl in Metz als auch in Nancy viele schöne Dinge zu sehen. Ich denke, dass fast jede Stadt schöne Ecken hat, aber diese Städte sollte man gesehen haben. Vor allem bei dem schönen Wetter lohnt es sich dort vorbeizuschauen. Wir haben uns am Ende des Tages noch draußen hingesetzt und den warmen Tag mit Eistee und Cola ausklingen lassen.
In Nancy waren Max und ich allein ohne Coralie, da sie leider krank wurde. Also mussten wir uns allein durch die engen Straßen kämpfen, die irgendwie immer Einbahnstraßen waren. Die Parkplatzsuche war aber am Schlimmsten.
Nach dem Stress mussten wir erst einmal etwas essen, anschließend waren wir etwas bummeln und haben ein Süßigkeitenladen gefunden, den man sich als Kind nicht anders erträumt hätte. Natürlich haben wir das Geschäft mit prall gefüllten Tüten verlassen. Dann haben wir die Richtung geändert und waren in einem Park spazieren. Fast hätten wir die Zeit vergessen, doch da gab es diese unübersehbare blumige Uhr. Da wir noch Lebensmittel einkaufen mussten, sind wir dann wieder losgefahren. Von hier aus braucht man mit Auto ungefähr eine Stunde bis nach Metz bzw. Nancy.

 

Geburtstagstisch Hab ich schön gefaltet :D Der Straßenbahnbus in Metz- METIS Pompidou Max und ich unter dem Pompidou Es sind keine Gummibärchen Der Platz vor dem Bahnhof in Metz Die blumige Uhr
Fakt ist, dass sich die Ausflüge gelohnt haben!

Spiderschwein, Spiderschwein - Spidercouchon, Spidercouchon

01April2015

Verwöhnt mit gezuckerten Erdbeeren, habe ich endlich wieder die Möglichkeit euch auf dem Laufenden zu halten.
Die Arbeit läuft wie immer eigentlich. Mal ist extrem viel los, mal fast gar nichts. Aber eines ist klar: zu Ostern wird die Hölle los sein. Anschließend folgen Konformationen und Geburtstage, weshalb wir dann dementsprechend auch viel zu tun haben werden. Das Gute daran ist, dass wir die Tische schön dekorieren. Darauf freue ich mich schon. Ich werde natürlich noch viele Bilder knipsen, damit ihr auch Teil daran haben könnt.
Besonders viel Spaß macht die Arbeit, wenn Coralie in der Küche ist. Sie ist 20 Jahre und wir verstehen uns sehr gut. Ich bin oft bei ihr zum Essen eingeladen, wir waren zusammen shoppen und wir gehen fast jede Woche zusammen Lebensmittel einkaufen. Wir haben uns schon überlegt, was wir so in der nächsten Zeit unternehmen könnten. Das läuft dann wahrscheinlich auf Bowling oder Kino hinaus - oder beides :D Wir werden uns bestimmt auch den Film von den Simpsons ansehen, natütlich auf Französisch. Wir haben einige Zitate aus dem Film verglichen. Auf Französisch klingt das alles einfach noch viel lustiger.
Coralie spricht kaum Deutsch, was für mich nur ein Vorteil ist, da eigentlich fast alle hier zweisprachig sind und die Versuchung viel zu groß ist doch mal auf Deutsch umzuspringen, damit es schneller geht.
So das war's dann auch schon wieder. Freut euch auf die nächsten Einträge, dann gibt's auch etwas zu sehen :D.

Kampf ums Internet

18März2015

Hallo ihr Lieben! Seit langem gibt es mal wieder einen Blogeintrag. Mit dem Internet klappt es hier selten, da stehts und ständig das Internetkabel gestohlen wird. Viel Neues gibt es sonst eigentlich nicht. Ich arbeite und schlafe und arbeite und schlafe. Wie das halt so ist. Aber das Gute daran ist, dass es Spaß macht. - nur, um euch auf dem Laufenden zu halten :)

Alles paletti

08März2015

Nun sind schon einige Tage vergangen, der Frühling kommt und ich bin immer noch komplett zufrieden. Im Restaurant läuft es ganz gut. Ich bin dabei die Speise- und Getränkekarte auswendig zu lernen, was mit viel Zeit verbunden ist. Nächste Woche werde ich gemeinsam mit Coralie, dem Mädchen in der Küche, nach Sarrebourg fahren. Vielleicht entwickelt sich ja eine Freundschaft. Die Nummern sind schon ausgetauscht und fleißig geschrieben haben wir auch. 

Es ist echt schön hier in der Nähe des Sees und des Kanals. Hier gibt es schöne Strecken zum Laufen und Joggen. Dann weiß ich ja, was ich in den nächsten Tagen, wenn es wärmer ist, machen werde. Nach den ganzen Kuchen, Eiskugeln und den Crème brûlée sollte man sich dann auch wieder bewegen. 

Rund 850 km, 12 h und endlich angekommen

26Feb2015

Endlich schaffe ich es einen neuen Eintrag zu schreiben. Die letzten Tage waren recht aufregend, vor allem die Fahrt hier her. Wenn man selber fährt macht es zwar mehr Spaß, ist aber auch nervenaufreibend. Nichtsdestotrotz bin ich gut angekommen, muss mich an die hügeligen und kurvigen Straßen erst gewöhnen.

Die Arbeit läuft - Im wahrsten Sinne des Wortes. 6 Stunden am Tag stehen bzw. hin und her laufen ist zwar anstrengend, aber der Job an sich ist toll. Bisher habe ich im Restaurant das Essen gebracht, Tsiche abgeräumt, Gläser abgetrocknet und natürlich auch geputzt. Muss ja leider nicht nur zu Hause gemacht werden. :D Wir verstehen uns alle gut und lachen viel. Ich freue mich schonwieder auf den nächsten Tag. Donnerstags und Freitags habe ich immer frei. Das ist quasi mein Wochenende. 

So, jetzt sind wieder alle informiert! 

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